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Vertrauensschaden-haftpflicht – wenn das Risiko aus den eigenen Reihen kommt

Nicht jeder Schaden kommt von außen. Risiken entstehen auch dort, wo man sie am wenigsten erwartet: Im eigenen Unternehmen. Durch Mitarbeitende, Dienstleister oder gezielte Täuschung entstehen Risiken, die klassischen Absicherungen häufig nicht vollständig erfasst. Genau deshalb reichen klassische Haft­pflicht- oder Cyberlösungen in vielen Fällen nicht aus.

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Warum dieses Risiko so oft verdrängt wird

Die meisten Unternehmen fokussieren sich auf externe Gefahren wie Cyberangriffe oder Produktschäden. Aber: Interne Schäden werden systematisch unterschätzt - nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Vertrauen in bestehende Strukturen.

Mit zunehmender Digitalisierung, Remote-Arbeit und automatisierten Prozessen entstehen jedoch neue Angriffsflächen, die oft nicht sofort sichtbar sind.

👉  Die Realität: Wirtschaftskriminalität und interne Pflichtverletzungen nehmen zu – auch im Mittelstand.


Typische Schadenfälle aus der Praxis:

In der Praxis zeigen sich Vertrauensschäden häufig in Form von gezielten Täuschungen oder missbräuchlicher Nutzung interner Prozesse:

  • Mitarbeitende veruntreuen Gelder oder manipulieren Zahlungen
  • Zugriff auf Konten oder Systeme wird missbraucht
  • Externe Dienstleister verursachen vorsätzlich Schäden
  • Betrug durch Dritte über kompromittierte Kommunikationswege

👉 Diese Schäden sind oft schwer frühzeitig zu erkennen und können innerhalb kurzer Zeit erhebliche finanzielle Auswirkungen haben.


Was viele falsch verstehen

Diese Schäden sind:

  • nicht über die klassische Haft­pflichtversicherung abgedeckt
  • nicht automatisch über Cyberversicherungen abgesichert

👉 Es handelt sich um eigene Vermögensschäden des Unternehmens. Klassische Haft­pflichtversicherungen greifen hier nicht, da kein Per­sonen- oder Sachschaden vorliegt. Und auch Cyberversicherungen erfassen diese Konstellationen nur teilweise, insbesondere wenn der Schaden nicht aus einem klassischen IT-Angriff, sondern aus menschlicher Täuschung innerhalb von Prozessen entsteht.

Und genau dafür braucht es eine Vertrauensschadenhaftpflicht.


Was eine Vertrauensschadenhaftpflicht leisten muss

Eine Vertrauensschadenhaftpflicht schützt vor finanziellen Verlusten, die durch vorsätzliche Handlungen, Täuschung oder Missbrauch interner Strukturen entstehen:

  • Vorsätzliche Handlungen eigener Mitarbeitenden
  • Betrug durch Dritte (z. B. Social Engineering oder Fake President-Attacken)
  • Vermögensschäden durch Vertrauenspersonen
  • digitale Angriffsszenarien mit finanziellen Folgen

👉 Wichtig: Die genaue Ausgestaltung entscheidet über den tatsächlichen Schutz.


Typische Schwachstellen in der Praxis

In der Realität zeigt sich immer wieder ein ähnliches Muster: Entweder besteht kein spezifischer Schutz für Vertrauensschäden oder vorhandene Lösungen sind nicht ausreichend auf interne Abläufe abgestimmt. Häufige Probleme sind:

  • Kein oder unzureichender Versicherungsschutz vorhanden („wird nicht gebraucht“)
  • Unklare Abgrenzung zu Cyberversicherung
  • Fehlende Absicherung von Social-Engineering-Szenarien
  • Lücken bei externen Dienstleistern
  • Deckungs­summen, die nicht zum tatsächlichen Zahlung- und Risikovolumen passen

Risiko, Prozesse und Versicherung zusammen denken

Wir betrachten Vertrauensschadenrisiken nicht isoliert, sondern im Kontext Ihrer internen Abläufe:

  • Ihre Zahlungs- und Freigabeprozesse
  • interne Kontrollmechanismen
  • Schnittstellen zu Cyber- und IT-Risiken
  • potenzielle Angriffspunkte für Betrüger

Auf dieser Basis entwickeln wir ein Absicherungskonzept, das nicht theoretisch funktioniert, sondern auf Ihre Organisation abgestimmt ist und im Schadenfall belastbar bleibt.


Ein Schadenfall, den wir in der Praxis gesehen haben

Ein langjähriger Buchhalter überweist über mehrere Monate kleinere Beträge auf ein privates Konto. Das Muster bleibt im Tagesgeschäft unentdeckt – erst die Jahresabschlussprüfung deckt den Schaden auf. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf einen hohen fünfstelligen Betrag.

Die Folge:

  • Direkter Vermögensschaden für das Unternehmen
  • Geld nicht mehr vollständig rückholbar
  • Aufwändige interne und rechtliche Aufarbeitung

Es liegt weder ein technischer Schaden, noch ein klassischer Haft­pflichtfall vor. Denn gibt es einen direkten finanziellen Verlust für das Unternehmen.


Wie anfällig ist Ihr Unternehmen für Vertrauensschäden?

Die entscheidende Frage ist nicht, ob ein solche Szenarien möglich sind, sondern ob Ihre internen Prozesse ausreichend gegen diese Risiken abgesichert sind. Wir zeigen Ihnen in einer kurzen Analyse, wo konkrete Schwachstellen bestehen und wie Ihr Unternehmen realistisch geschützt werden kann.

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